Dein himmlisches Bankkonto
Bibelstelle:
Häuft in dieser Welt keine Reichtümer an! Sie werden nur von Motten und Rost zerfressen oder von Einbrechern gestohlen! Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, die unvergänglich sind und die kein Dieb mitnehmen kann. Wo nämlich euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein. (Matthäus 6,19-21)
Andacht:
Weißt du, was Jesus damit meint, sich Schätze im Himmel zu sammeln? Im Griechischen steht das Wort „Himmel“ eigentlich im Plural und spiegelt die Sicht vom Universum aus der Zeit wider, in der der Text geschrieben wurde. Zur Zeit von Jesus war es üblich, den Kosmos in drei Dimensionen zu denken. Der dritte Himmel ist der Ort, an den wir üblicherweise denken, wenn wir sterben. Der zweite Himmel sind die Sterne, der Himmel, die Kuppel und das Firmament über der Erde – mit anderen Worten, das Universum. Der erste Himmel ist die Luft um uns herum.
Wenn wir dieser Sichtweise folgen, ist der Ort, an den wir nach unserem Tod gehen, dem ähnlich, was wir überall um uns herum erleben. Wenn Jesus davon spricht, dass man Schätze im Himmel sammeln soll, meint er damit nicht, dass man sich richtig gut benehmen soll, damit man nach dem Tod ganz viele Belohnungen bekommt. Vielmehr sagt er, dass es einen Schatz gibt, auf den man heute schon zugreifen kann und der direkt aus dem Himmel kommt.
Genau wie eine direkte Einzahlung auf dein Bankkonto, stehen dir diese himmlischen Schätze offen, auch wenn man sie nicht sehen kann. Genauso wie du mit einer Bankkarte auf dein Geld zugreifen kannst, gibt es eine unsichtbare Bank mit einem niemals endenden Depot voller geistlicher Gaben, die nur darauf warten, von dir abgehoben zu werden. Als du Jesus in dein Herz aufgenommen hast, hat er dein Konto mit einem ewigen Schatz gefüllt, der nicht zerstört werden kann, und der jetzt bereit für dich liegt.
Gebet:
Ich bin dankbar, Jesus, dass mir das Gute aus deiner Hand schon jetzt offensteht, nicht nur im kommenden Leben. Amen.
Zum Nachdenken:
Welche geistlichen Schätze könntest du heute ergreifen?