Der Weg ist ein Gewinn
Bibelstelle:
Du zeigst mir den Weg, der zum Leben führt. Du beschenkst mich mit Freude, denn du bist bei mir. (Apostelgeschichte 2,28)
Andacht:
Es geht weiter mit unseren Gedanken über fünf Hindernisse, die Menschen davon abhalten können, Gottes Weg zu folgen. Das zweite Hindernis, das ein Mensch vielleicht nicht verstehen will, ist, dass der schmale Weg selbst Teil des Gewinns ist. Was versteht man unter dem schmalen Weg? In der Geschichte von den zehn Aussätzigen in Lukas 17 begegnet Jesus diesen Menschen und heilt sie. Es ist typisch für Jesus, jemanden durch eine Berührung zu heilen, welche dann sofort geschieht. In dieser Geschichte aber sagte Jesus den Aussätzigen: „Geht zu den Priestern und zeigt ihnen, dass ihr geheilt seid!“ Dann berichtet Lukas: „Auf dem Weg dorthin wurden sie gesund.“
Das gilt auch für uns! Wenn wir dazu berufen sind, etwas für Gott zu tun, gibt es auch bei uns einen „Auf-dem-Weg-Moment“. Es stimmt zwar, dass der Weg, den man gehen soll, nicht immer das ist, was man erwartet hat, aber ich finde, dass der Weg an sich schon ein Gewinn ist. Nichts gleicht der Begeisterung über einen Traum und dem hoffnungsvollen Start in diese Berufung. Sich auf den schmalen Weg einzulassen, ist eine Herausforderung, der man sich wie einem Spiel stellt. Unterwegs wirst du persönlich wachsen und neue Freunde finden. Die Reise zu einem neuen und besseren Ich ist auch ein Teil des Gewinns, also ist es gar nicht so schwierig, wie es scheint.
Meine Freundin, mein Freund, du sollst wissen, dass es einfache Wege gibt. Diese einfachen Wege sind breite Straßen, die in den Tod führen, geschmückt mit schönen Parkplätzen und geraden Linien. Aber in der Regel sagt dir niemand die Wahrheit über diesen einfachen und breiten Weg: Er kann langweilig und unproduktiv sein. Heute möchte ich dich ermutigen, den schmalen Weg zu nehmen, denn das ist der gute Weg, den Gott für dich im Sinn hat.
Gebet:
Jesus, ich brauche deine Hilfe, um den guten Weg einzuschlagen, den du für mich vorgesehen hast. Amen.
Zum Nachdenken:
Ist der Weg, den du gehen sollst, anders als das, was du erwartet hast? Wie kannst du mitten in diesem Prozess weiterhin auf Gott vertrauen?