Jeder Tag ist neu
Bibelstelle:
Darum verlieren wir nicht den Mut. Wenn auch unsere körperlichen Kräfte aufgezehrt werden, wird doch das Leben, das Gott uns schenkt, von Tag zu Tag erneuert. (2.Korinther 4,16)
Andacht:
Eine wichtige Frage, die viele Menschen haben, ist: Warum scheint das Leben so schnell zu vergehen, und warum scheinen die Jahre so schnell dahin zu fliegen? Eine alte Antwort darauf lautet, dass ein Jahr im Alter von fünf Jahren 20 Prozent des Lebens ausmacht. Wenn man also sechs Jahre alt ist, kommt einem das wie eine lange Zeit vor. Wenn man aber 50 ist, entspricht ein Jahr nur noch zwei Prozent des Lebens, darum erscheint ein Jahr nicht so wichtig. An dieser Antwort ist allerdings nicht viel Wahres dran.
Denn man hat wissenschaftlich herausgefunden, dass mit zunehmendem Alter die Zeit im Gehirn schneller vergeht. Es gibt eine einfache Möglichkeit, dem entgegenzuwirken: Wenn man neue Erfahrungen macht, etwas Neues abspeichert, verlangsamt sich das Leben. Deshalb kam uns das Leben in der Kindheit so langsam vor. Jeden Tag gab es eine neue Erfahrung. Du fragst dich vielleicht: „Soll ich jetzt etwa jeden Tag aus einem Flugzeug springen oder dergleichen?“ Ganz und gar nicht! Alles Mögliche ist etwas Neues: Ein neues Buch, eine neue Idee, ein neuer Freund oder ein neuer Haarschnitt. Sobald du etwas Neues tust, wird die Wahrnehmung von Zeit in deinem Gehirn verlangsamt. Das Leben beginnt sich auf gewisse Weise zu verlangsamen, sobald man den Trott und die Rhythmen des Alltags verändert.
Nimm dir doch vor, jeden Tag mit neuen Vorsätzen zu leben und dich dadurch zu erfrischen. Ich selbst versuche täglich sehr bewusst, jeden Schluck Kaffee, jeden Blickkontakt und jedes gesprochene Wort zu nutzen und so viel wie möglich in meinem Leben für mein persönliches Wachstum einzusetzen. Ich möchte dich heute herausfordern, dich zu verpflichten, Jesus Christus jeden Tag auf neue Weise ähnlicher zu werden.
Gebet:
Vater, gib mir die Möglichkeit, jeden Tag auf eine neue und erfrischende Weise zu erleben. Amen.
Zum Nachdenken:
Wie steigst du bewusst aus deinem Trott und Alltagsrhythmus aus?