Das Gesetz der Vertrautheit
Bibelstelle:
Welche aber ihren Dienst gut versehen, die erwerben sich selbst ein gutes Ansehen und viel Freimut im Glauben an Christus Jesus. (1.Timotheus 3,13 LU)
Andacht:
Heute komme ich zum zweiten von zwei Prinzipien, mit denen du die Wirkung deines Dienstes messen kannst. Das erste war das Gesetz der Gegenseitigkeit, das im Grunde besagt: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es wieder heraus. Je großzügiger und selbstloser wir dienen, desto mehr werden wir zur richtigen Zeit von Gott etwas zurückbekommen. Das zweite Prinzip ist das Gesetz der Vertrautheit. Dieses Gesetzt bedeutet, dass Menschen dazu neigen, das ihnen Vertraute dem Besseren vorzuziehen. Das habe ich in einem Marketing-Kurs an der Uni gelernt.
Angenommen, während einer Autofahrt muss eines der Kinder auf die Toilette. Man entschließt sich, die Pause für ein Essen zu nutzen, verlässt die Autobahn und steht vor zwei Möglichkeiten: Die erste Option ist ein tolles Schnitzelrestaurant mit einer Fünf-Sterne-Bewertung im Internet. Angeblich gibt es dort die besten Schnitzel der Welt. Auf der anderen Straßenseite ist ein McDonald’s. Die meisten Menschen würden sich in 99 % der Fälle für McDonald’s entscheiden. Das liegt daran, dass sie genau wissen, was sie dort erwartet. Das ist das Gesetz der Vertrautheit in Aktion.
Meine Freundin, mein Freund, was ein Mensch im Leben erreicht, wird durch die Qualität und Quantität seines Dienstes bestimmt. Es ist möglich, dass man anderen dient und sich für sie einsetzt, aber die eigene Ehe oder andere Beziehungen laufen nicht gut. Achte deswegen auf dein vertrautes Verhalten. Dein Dienst kann mangelhaft sein, aber Gott kann uns immer helfen, besser darin zu werden! Bitte sei jetzt nicht beleidigt, sondern werde besser. Wenn du das beherzigst, machst du bereits den schwierigen Teil, darum schau in den Spiegel. Mit nur kleinen Änderungen und der Hilfe des Heiligen Geistes kannst du die Wirkung deines Dienstes verdreißigfachen, versechzigfachen und verhundertfachen.
Gebet:
Mein Vater, leite mich darin, meine mir vertrauten Handlungen mit Exzellenz zu tun. Amen.
Zum Nachdenken:
Fühlst du dich beleidigt, wenn jemand dir Anregungen gibt, wie du besser dienen kannst?