Du hast etwas zu geben
Bibelstelle:
Wie soll ich dem HERRN nun danken für all das Gute, das er mir getan hat? Beim Opfermahl will ich den Kelch zum Dank erheben und den HERRN preisen, der mich gerettet hat. Vor seinem ganzen Volk will ich erfüllen, was ich ihm versprochen habe. (Psalm 116,12-14)
Andacht:
Wie ich gestern geschrieben habe, ist die Gemeinschaft der Christen seit jeher dazu bereit, verlassene Kinder aufzunehmen und den Armen zu helfen. Wir helfen Älteren, kümmern uns um Kranke und unterstützen im Stich gelassene Menschen. Jesus und die ersten Christen haben dies vorgelebt. Wir, als Kinder Gottes, können diesem Beispiel folgen, indem wir diejenigen ehren, die in den Augen der Gesellschaft als unerwünscht oder unwichtig gelten.
Außer dem Dienst an den verlassenen Menschen gibt es auch die Möglichkeit, diesen Menschen zu zeigen, dass ihre Gaben wertvoll sind und dass auch sie etwas zu geben haben. Das ist doch Teil des Geschenks, wenn man sich um jemanden kümmert, dass man ihm zeigen kann, dass auch er etwas Wertvolles zu seiner Gemeinschaft beitragen kann. Es ist leicht zu denken, dass die eigene Leistung im Vergleich zu dem, was andere tun, nicht so gesehen wird. Ich bin jedoch überzeugt, dass jeder Mensch etwas Einzigartiges und Besonderes zu geben hat.
Als ich BWL studierte, hielt ein ehemaliger Geschäftsführer einer Restaurantkette eine Vorlesung. Damals war diese Kette noch ein kleines Unternehmen. Er beschrieb in seiner Rede die Ausbildung ihrer Mitarbeiter und wie sie ihre Kunden bedienen. Auf ein „Danke“ eines Kunden folgte dort immer ein „Es war mir eine Freude“.
Diese Restaurantkette wurde ein erfolgreiches Unternehmen. Die Antwort „Es war mir eine Freude“ ist ihre Art, jedem Kunden das Gefühl zu geben, etwas Besonderes zu sein. Gott gibt uns allen etwas, das wir weitergeben können. Unsere besonderen Möglichkeiten, andere wertzuschätzen – sei es durch ein Lächeln, Unterstützung oder ein ermutigendes Wort! Nutze die Gelegenheit, mit deinem Dienst viel zu bewirken!
Gebet:
Vater, zeige mir, wie ich anderen mit meinen wertvollen Gaben dienen kann. Amen.
Zum Nachdenken:
Wie kannst du heute auf besondere Weise jemandem gegenüber Wertschätzung ausdrücken?